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ZV "Muldentalradweg"

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Neue kursächsische Postmeilensäule in Hundshübel übergeben

16.08.2018

Die Kursächsische Ganzmeilensäule Nr. 48 wurde nach historischem Vorbild als Replik neu erschaffen und am 03.08.2018 vom Bürgermeister der Gemeinde Stützengrün Volkmar Viehweg und dem Vorsitzenden des Zweckverbandes „Muldentalradweg“ Uwe Staab feierlich am neuen alten Standort am Beginn des Marienweges in Hundshübel übergeben. Zuvor befand sich hier ein Teilstück der Originalsäule von 1729, dass nunmehr neben der neuen Replik steht.

Die Initiative für die Neuaufstellung dieser Säule ging von Hans-Jürgen Müller aus Hundshübel aus, der sich bei seiner Gemeinde und dem Zweckverband sehr herzlich in seinem Grußwort bedankte.

Im ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts waren die unterschiedlichen Maßeinheiten ein Problem. Im Kurfürstentum gab es damals verschiedene Meilenmaße. Zur Vereinheitlichung wurde daher am 17. März 1722 die Kursächsische Postmeile (1 Meile = 2 Wegstunden = 9,062 Kilometer) eingeführt. Als Entfernungsangabe auf den Distanzsäulen wurde die Wegstunde benutzt, die einer halben Meile entsprach. Das für die Säulen in Sachsen jeweilig verwendete Material ist vielfältig und repräsentiert die maßgeblichen Baugesteine des Landes, die sich auch als architekturprägende Baumaterialien in der sächsischen Architekturlandschaft widerspiegeln. Aus Epprechtsteiner Granit, gebrochen im nördlichen Fichtelgebirge erschuf Thomas Wagler, Steinmetzmeister aus Mildenau in 4.Generation die Ganzmeilensäule.

Unterstützung erhielt der Zweckverband  „Muldentalradweg“  hierbei von Herrn Heinz-Jürgen Guddat und Herrn Friedrich Hofmann von der Forschungsgruppe Kursächsische Postmeilensäulen e.V., die mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement, großen Fachwissen sowie den umfangreichen Recherchetätigkeiten einen wesentlichen Beitrag für das Gelingen dieses Teilprojektes leisteten. Herr Hoffmann erläuterte vor der Enthüllung einige fachliche Details zur Hundshübler Postmeilensäule.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 10.000,- EUR. Im Wege der Anteilsfinanzierung werden hiervon 85% von der EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert und 15% vom Zweckverband „Muldentalradweg“ getragen.