Karlsoute / Karlova stezka
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Czech

Foto: R. Manzelmann

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Foto: M. Hendrichová

Stimmungsvolles deutsch-tschechisches Radlerfest auf der "Karlsroute"

14.05.2016

Nach der Eröffnungsveranstaltung der „Karlsroute“ im vergangenen Jahr, erlebte der Hirschenstander Pass auch in diesem Jahr ein gut besuchtes und stimmungsvolles deutsch-tschechisches Radlerfest. Mehr als 350 deutsche und tschechische Gäste fanden sich im Laufe des Tages am höchsten Punkt der „Karlsroute“ zwischen Oberwildenthal und Jelení ein. Einige von ihnen nahmen an einer Sternfahrt ab Aue, Abertamy bzw. Nejdek teil und waren bereits am Morgen mit dem Rad zum Veranstaltungsort aufgebrochen. Dort angekommen, wurden sie mit Musik von der Bergkapelle Johanngeorgenstadt empfangen, die für die musikalische Umrahmung am Vormittag sorgte. Offiziell eröffnet wurde das Radlerfest anschließend durch Hans-Uwe Haase (Vorsitzender des Deutsch-tschechischen Kulturvereins Potok e.V. aus Schneeberg) sowie Rudolf Löffler (Vorsitzender des Erzgebirgsvereins Abertamy), die mit ihren Vereinen das Radlerfest im Rahmen ihres grenzübergreifenden Projektes „Begegnung schafft Gemeinschaft“ organisiert hatten. Zudem begrüßten Lubomír Vítek (Bürgermeister der Stadt Nejdek) sowie Uwe Staab (Bürgermeister der Stadt Eibenstock) die Gäste. In ihren kurzen Reden verwiesen sie jeweils auf die Bedeutung der „Karlsroute“ sowie das geplante Folgeprojekt „Karlsroute II“. Bei recht sonnigem Wetter, guter Musik und einem vielfältigen Imbissangebot entwickelte sich anschließend ein geselliges Beisammensein, bei dem sich über so manche Radtour ausgetauscht wurde und neue Bekanntschaften entstanden. An den Infoständen des Tourist-Service-Centers Eibenstock, der Touristinformation Nejdek, des Marathonvereins Eibenstock sowie des Fördervereins „Freude am Radfahren“, konnten sich die Gäste umfänglich über das Thema Radfahren und zu weiteren touristischen Angeboten in der Grenzregion informieren. Die schwungvolle Musik der Kapelle "Karlovarský pozdní sběr" (Karlsbader Spätlese), die am Nachmittag für die musikalische Unterhaltung sorgte, animierte sogar einige Besucher dazu, das Tanzbein zu schwingen. Der angekündigte Ehrengast entpuppte sich schließlich als Kaiser Karl IV., dessen Geburtstag sich am 14. Mai 2016 zum 700. Mal jährte. Trotz der landesweiten Feierlichkeiten seines Ehrentages in der Tschechischen Republik, ließ es sich der einst bedeutende böhmische König und römisch-deutsche Kaiser (gespielt von einem tschechischen Studenten) nicht nehmen, mit Kutsche und Gefolge auf dem Radlerfest vorzufahren und Hof zu halten. Seine „Untertanen“ dankten dem Namensgeber der „Karlsroute“ (dem Königreich fürs Rad) mit einer eigens angefertigten Geburtstagstorte. Auf die Frage, wie er nach 700 Jahren immer noch so jung aussehen könne, antwortete seine Majestät, dass ihn das Radfahren im schönen Erzgebirge, vor allem auf den Strecken der „Karlsroute“, fit halte. Wer wollte da widersprechen?!

Aufgrund des großen Zuspruchs und der positiven Resonanz, haben sich noch während des Radlerfestes die beteiligten Vereine sowie Städte und Gemeinden dafür ausgesprochen, das „Karlsroutenfest“ zu einer jährlich wiederkehrenden Veranstaltung werden zu lassen. Man darf also bereits auf 2017 gespannt sein.

Der Deutsch-tschechische Kulturverein Potok e.V. aus Schneeberg und der Erzgebirgsverein Abertamy bedanken sich ganz herzlich bei der Stadt Eibenstock, dem Gemeindeverband Bystřice, der Gemeinde Nové Hamry sowie den Städten Nejdek und Nová Role für die Unterstützung bei der Organisation und Durchführung des Radlerfestes. Ein großer Dank geht auch an den Forstbezirk Eibenstock und die tschechische Forstbehörde, an die Bergwacht Johanngeorgenstadt, die beteiligten Vereine und Musikkapellen sowie an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer.

Das Projekt „Begegnung schafft Gemeinschafft“ wird von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert.  Weitere Informationen finden sich unter: http://www.kulturnetz-erzgebirge.eu.